Ideen vorantreiben

PROJEKTE UND INITIATIVEN

Im Bereich ITT sind verschiedene Projekte angesiedelt, die von diesem Bereich entweder federführend oder als Projektpartner umgesetzt und betreut werden. Ziel ist es, die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft als auch Innovationen und Unternehmertum zu fördern sowie den Technologie- und Wissenstransfer aus der Grundlagenforschung in die Anwendung zu beschleunigen.

DESY Innovation Factory

Der Start-up Campus bei DESY für junge Unternehmen und Visionäre

Auf dem DESY-Campus und in dem Innovationspark Vorhornweg wird ein Zentrum für Start-ups aus den Zukunftsbereichen Lebenswissenschaften, Bio- und Nanotechnologie sowie neue Materialien entstehen, das im Bereich Innovation & Technologietransfer bei DESY federführend geplant und umgesetzt wird.
Die „DESY Innovation Factory“, ein integriertes Technologie- und Gründerzentrum, soll Innovations- und Wirtschaftspotenziale identifizieren und für die Gesellschaft nutzbar machen. Die Start-ups profitieren von dem herausragenden infrastrukturellen Umfeld des Forschungscampus, von topausgestatteten Laboren und Büros sowie passgenauen Entwicklungskonzepten. Die Kosten für Bau, Einrichtung und die ersten Betriebsjahre sind mit 105,5 Mio. Euro veranschlagt. 90 Prozent davon trägt der Bund. Planung und Umsetzung übernimmt DESY. Die Inbetriebnahme ist für 2025 avisiert.

Mehr Informationen zur DESY Innovation Factory.

CNF Materials: DESY-Initiative zu nachhaltigen Biomaterialien

Das stärkste bisher bekannte Biomaterial der Welt wurde an DESYs Teilchenbeschleuniger PETRA III in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zwischen DESY und der Königlich Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm entwickelt. Die Basis: Cellulose-Nano-Fibrillen (CNF). Dem Forschungsteam ist es gelungen, die Produktionsmethode für biologisch abbaubare künstliche Zellulosefasern sichtbar zu machen und diese so zu optimieren, dass die daraus gesponnen Fäden stärker sind als Stahl und sogar Spinnenseide – letztere galt als das bisher stärkste biologische Material. Dieses neue Material ist basierend auf Holz, biologisch abbaubar, transparent, ultradünn, hochfest und – vor allem – funktionalisierbar. Da sich die Nano-Fibrillen nicht nur zu Fäden spinnen lassen sondern auch über einen Sprühprozess zu ultradünnen Schichten verarbeiten lassen, ist das Material für viele Anwendungen interessant, denn von der aufsprühbaren Solarzelle bis hin zu dünnen, kratzfesten Beschichtungen ist vieles umsetzbar. DESY setzt bereits schon jetzt an, um diese Entwicklung in die Anwendung zu bringen – für die Industrie im Bau, in der Energiegewinnung, für Sicherheitsanwendungen oder auch für nachhaltige Consumer-Produkte. Der Bereich Innovation & Technologietransfer bei DESY hat die Möglichkeiten hierfür frühzeitig erkannt und baut einen Verbund mit Partnern aus angewandter Forschung und der Industrie zu diesem Forschungsgegenstand auf. Das Ziel ist es schnellstmöglich konkrete Anwendungen zu identifizieren und in diese, beispielsweise durch gemeinsame Validierungsprojekte, zu überführen. 

SoftWert

In der Wissenschaft entwickelte Software bietet einen Mehrwert für den Einsatz außerhalb des eigenen Forschungsinstitutes aber auch für die Industrie. In dem BMBF-finanzierten Projekt „SoftWert - Methodenbaukasten zur Verwertung von wissenschaftlicher Software“ erarbeitet DESY gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum DZNE, dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Universität des Saarlandes einen Methodenbaukasten für den Transfer wissenschaftlicher Software aus der Grundlagenforschung in andere Forschungszentren und Anwendungsbereiche innerhalb der Forschung, aber auch hin zu Industrieanwendungen.

Mehr Infos zu SoftWert

Code

TamaTA 

TamaTA (kurz für: Tailor-made for SMEs Trans-national Access) fördert im Rahmen des EU Projektes LEAPS-INNOV den Zugang zu Snychrotron- und Neutronenstrahglungsquellen für kleine und Mittelständische Unternehmen (KMUs). Von Machbarkeitsstudien bis hin zu Experimenten und Analysetätigkeiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Förderung für die Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung von Unternehmen innerhalb der EU oder assoziierter Staaten. Mehr Informationen zu TamTA.

Das von der EU finanzierte Pilotprojekt LEAPS-INNOV zielt darauf ab, wichtige technologische Herausforderungen für die europäischen beschleunigerbasierten Lichtquellen - Synchrotronstrahlungsanlagen und Freie-Elektronen-Laser - mit ihren Zehntausenden von Nutzrinnen und Nutzern zu lösen. Es sollen langfristige Partnerschaften zwischen der Industrie und der Photonenforschungsgemeinschaft aufgebaut werden, um die Voraussetzungen für ein langfristiges Engagement der Industrie für die League of European Accelerator-Based Photon Sources (LEAPS) zu schaffen. LEAPS wurde 2017 gegründet, um Synergien zwischen den beschleunigerbasierten Lichtquellen in Europa zu schaffen.

Die aktuelle Ausschreibung im Rahmen von LEAPS-INNOV läuft bis zum 31. Juli 2022. Bewerbungen sind hier möglich. Weitere Infos finden Sie bei Wayforlight.

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